Das Museum

Das Museum für Gestaltung plant und realisiert Ausstellungen aller Art, fürs eigene Haus wie auch für andere Institutionen. Darüber hinaus übernimmt die GmbH Museum für Gestaltung Basel aber auch Aufträge für die Konzeption, Organisation und Durchführung von Symposien und Kongressen, gestaltet Messestände, kreiert Image-Produkte und -familien, gibt Buch-Editionen heraus und anderes mehr - wie zum Beispiel: 2002 Cool, Installation für die Dauerausstellung des ZKM Karlsruhe; 2001 Heureka - Die Kunst des Entwerfens, Symposion, Internationales Forum für Gestaltung Ulm/HfG; 1999/2000 Gemischte Gefühle, Ausstellung für das Museum der Dinge/Werkbundarchiv Berlin; 1998/99 Detail Design, Ausstellung für das Forum für Gestaltung Bern; 1997 Elf Follies, Begleitausstellung zum Kongress 'Der Sinn der Sinne' der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn.




Das Programm

Das Museum für Gestaltung Basel konzipiert und realisiert Ausstellungen zu Themen der Gestaltung und ihren Grundlagen, zu Fragen der Wahrnehmung, zur Medien- und Objektgeschichte sowie zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen.
Ausstellungen sind nicht für die Ewigkeit gemacht, und die des Museums für Gestaltung noch viel weniger. Sie sind so kursorisch wie kurzlebig, dafür aber auch kurzweiliger als langatmig. Kurzum: Sie behandeln ihren Gegenstand prinzipiell unvollständig und sind generell Fragment. In der Tat fehlt diesen Ausstellungen vieles. Die Mängelliste beginnt schon mit dem für alle Enzyklopädisten erheblichen Manko, dass Themen skizziert statt vollständig durchdekliniert werden. Den Ausstellungen mag die ein-eindeutige Botschaft fehlen, aber ein Museum ist auch kein Postamt. Aufmerksamkeit erregt weder das Offenkundige noch das Bedeutende, und schon gar nicht das Aufdringliche. Interessant ist das Angedeutete, weshalb auch die Andeutung mehr Aufmerksamkeit weckt als das Ausgesprochene - auf jeden Fall aber mehr interessiert als die Redundanz der ausstellungsüblichen Wiederholung. Andeuten heisst jedoch: Auslassen. Die Ausstellungen des Museums setzen auf die Allusion, nicht auf die Illusion. Illusionistische Realitätsimitationen in Museumsräumen riechen meist mehr nach Pappmaché als dass sie den Besucher in eine andere Welt versetzen könnten. Die Ausstellungen im Museum für Gestaltung sind Essays. Das Essayistische kommt ohne Programmatik aus, ohne Wahrheitsanspruch daher und ist frei von jeglicher Erklärungsmanie. Sie folgen keinem Programm und verfolgen kein Programm - was nicht heisst, dass man in den gemachten Ausstellungen nicht womöglich doch auch Programmatisches erkennen könnte.




Die Geschichte

Das Museum wurde 1886 als Gewerbemuseum gegründet, 1989 wurde für das nunmehr in 'Museum für Gestaltung' umbenannte Haus ein neues, aktualisiertes Museumskonzept erarbeitet und politisch gutgeheissen. Sieben Jahre später beschloss der Regierungsrat von Basel Stadt, das vom Grossen Rat der Stadt einst ins Leben gerufene Museum pünktlich zum 110jährigen Bestehen 1996 - zu schliessen, aus Spargründen.
Nachdem aber schon eine ganze Weile lang die in rascher Frequenz erstellten und nie ganz unoriginellen, jedenfalls aber immer eigenen Ausstellungsprojekte des Museums sich in der Öffentlichkeit mindestens den Ruf eines 'Geheimtips' hatten erwerben können und dem Museum selbst den internationalen Nimbus eines mindestens 'interessanten' Ausstellungshauses eingetragen hatte, war für die Ausstellungsmacher nicht einsehbar, dass die erfolgreiche und weithin singuläre Ausstellungsarbeit per Ratsbeschluss beendigt sein sollte. Das Ausstellungsteam des Museums formierte sich daher zu einer GmbH und beschloss seinerseits, die Ausstellungstätigkeit selbständig und ohne staatliche Mittel weiterzuführen.

Während in der Zeit vor 1987, aber immerhin noch Mitte der Siebziger, auch Ausstellungen im Stile von 'Operation Tiger' (1974), 'Dienstbüchlein' (1975) oder 'Unbekannte Artillerie' (1977) die Aktivitäten des Gewerbemuseums prägten, standen seit Ende der achtziger Jahre andere, einschlägigere Ausstellungsthemen zu Design und Gestaltung auf dem Programm (etwa die Ein-Franken-Ausstellung 'Keinen Franken wert' (1987) oder die Plakatausstellung 'Wider besseres Wissen', 1988). Seit den neunziger Jahren etwa begann dann die Ausstellungsarbeit, die das Museum bekanntgemacht und die trotz finanzieller Einschränkungen bis heute fortgeführt wird - und die an eine viel frühere Tradition des Basler Gewerbemuseums anknüpft, und zwar an Ausstellungen wie 'Die Norm' von 1928, 'Die Wohnung für das Existenzminimum' von 1929 oder 'Die gute Form' (1953). In dieser Kontinuität ist durchaus auch die namensgleiche Ausstellung von 1991 zu sehen: 'Die gute Form - Teigwaren aller Art'.
Nach dem vorübergehenden Wechsel des Museums ins Basel benachbarte Weil am Rhein konnten im Sommer 2000 wieder in Basel eigene Räumlichkeiten bezogen und eine Reihe von Ausstellungen gezeigt werden. Hinkünftig allerdings wird sich die Sponsorentätigkeit des Museums für die Basler Kultur allerdings in Grenzen halten müssen: die Zeiten, sie sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren - und auch das Museum für Gestaltung muss mehr sparen.




Der FC Museum für Gestaltung

Ein Trägerverein, der Freundesclub Museum für Gestaltung, unterstützt die Ausstellungsarbeit des Museums. Aber auch von anderer privater Seite hat das Museum immer wieder erhebliche Unterstützung erfahren.



Die Personen

Das Museum wird seit 1989 als Ausstellungshaus von Matthias Götz und Bruno Haldner gemeinsam betrieben, seit Sommer 2000 zusammen mit Matthias Buschle, zuvor mit Karolin Linker.




Impressum

Die noch staatlich finanzierten Ausstellungen, die zwischen 1989 und 1996 auf der Lyss zu sehen waren, wurden von und mit Ursula Gillmann gestaltet und von und mit Karolin Linker organisiert. Konzipiert wurden die Ausstellungen von Matthias Götz und Bruno Haldner.

Die Ausstellungen seit 1996 wurden mit verschiedenen Partnern gestaltet: mit Jakob Gebert, Weil, Thomas Hamann, Wien, und Ursula Gillmann, Basel.

Die Kataloge des Museums wurden mit Marcel Schmid, Basel, gemacht und im Verlag Schwabe, Basel, verlegt, die Plakate hat Georg Staehelin, Ottenbach, entworfen.

Konzept und Gestaltung der Homepage: Tania Prill und Lars Hellman, Zürich. Realisation: Lars Hellman. Mitarbeit 'Geräusche'-Seite: Julia Braun.



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